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Festplattenkühlung E-Mail
Geschrieben von: tpm   
Mittwoch, den 02. Dezember 2009 um 10:37 Uhr

Mechanische Arbeit erzeugt Wärme - ein unbestrittenes Gesetz der Physik. Da nun in einer Festplatte mechanische Bauteile werkeln, bleibt auch diese nicht von der Wärmeentwicklung verschont. Doch welche Auswirkung hat die Temperatur tatsächlich auf die Fehlerrate und Lebensdauer einer Festplatte?

Abgeleitet von der These "Was gut gekühlt wird arbeitet zuverlässiger und hält länger!" , wird immer wieder auf die Notwendigkeit der Kühlung einer Festplatte hingewiesen, möchte man lange an ihr Freude haben. So propagieren es vermeintliche Experten in Foren.

Unter anderem dieser These ist eine Studie von Goolge Inc. auf den Grund gegangen, die sich mit möglichen Fehlerursachen für Festplattenprobleme befasst. Bereits im Februar 2007 wurde sie im Rahmen der USENIC Conference FAST'07 vorgestellt. Mehr als 100.000 Festplatten, von 80GB bis 400GB, 5400rpm und 7200rpm Modelle, teilweise in Betrieb seit 2001. Die Erfassung der Werte wurde im Zeitraum Dezember 2005 bis August 2006 durchgeführt.

Und hier kam die Studie zu einem Ergebnis, dass viele verblüffen wird. Während die durchschnittliche Fehlerrate im Bereich von 30°C bis 45°C relativ konstant blieb, welcher den Temperaturbereich von nicht gekühlten Festplatten im gewöhnlichen Computergehäuse wiederspiegelt, stieg sie unterhalb von 30°C exponentiell an.

 

Fehlerraten bei Festplatten in Abhängigkeit der Betriebstemperatur

"We can conclude that at moderate temperature ranges it is likely that there are other effects which affect failure rates much more strongly than temperatures do."

 

Diese und weitere interessante Ergebnisse sind in der Studie Failure Trends in a Large Disk Drive Population einsehbar.